Kesselliebe Weine

KESSELLIEBE. Der Name sagt alles. Und verpflichtet gleichzeitig. Wer den Namen „Kessel“ benutzt muss zwei Kriterien erfüllen: die Liebe zur Stadt und Qualität. Das hat Christoph Kern beides unter einen Hut gebracht. Und zwar in Form von Wein. Sechs Weine aus Stuttgarter Lagen. Mit dem Rössle als Wappentier. Das Rössle taucht als Fabelwesen auf jedem Wein auf, ob als Feuerseepferdle oder als Wasn Hasn. Das Design ist mehr als ansprechend und das ganze Konzept, mit einer Geschichte in Form eines Büchleins zu jedem Wein, ist rund. Der Wein musste sofort zu uns in den Laden. Und hat sich vom Start an gut verkauft. Aber nur wenn die Geniesser wiederkommen und den Wein erneut kaufen, hat er auch abgeliefert. Und in diesem Fall hat er das – mit allen sechs Weinen. Wir haben seit knapp einem halben Jahr nur noch KESSELLIEBE im Sortiment, weil unsere Kunden diesen lieben. Egal ob weiss, rose oder rot. Für jeden ist was dabei und jede einzelne Sorte bringt das auf den Punkt, was ein Wein zu erfüllen hat: Genuss auf höchstem Niveau. Mit regionalen Zutaten.

Christoph stammt aus einer Winzerfamilie; das Unternehmen Kern in Kernen ist fest im Familienbesitz: „Insgesamt sind wir derzeit zu fünft. Neben meinen Eltern, die den kompletten Bereich der Weinerzeugung verantworten, sind mein Onkel und meine Tante im kaufmännischen Bereich tätig. Ich kümmere mich um unser Premiumprogramm im Keller und Weinberg und übernehme Vertriebs- und Verwaltungsaufgaben. Neben mir stehen noch ein jüngerer Bruder und zwei Cousins als 5. Generation des Familienbetriebs in den Startlöchern.“
Aber wie kommt man eigentlich auf solch eine Idee mit KESSELLIEBE? „Ich kam Ende 2017 drauf als die Zeitungen und die Nachrichtensendungen voll waren mit negativen Meldungen über Stuttgart: Feinstaub, Stau, Mietpreise, Stuttgart21, Dieselskandal und was weiß ich. Außerdem ist mir aufgefallen, dass viele Bars und Kneipen gar keinen regionalen Wein auf der Karte haben. Ich wollte einfach ein frisches, urbanes Weinkonzept entwickeln, dass in der Gastronomie funktioniert und ein bisschen die geschundene Stuttgart Seele heilt indem es die schönen Seiten unseres Kessels betont. Als ich die Jungs vom Studio Orel (galerie kernweine) kennenlernte, kam der kreative Schub. Die Illustrationen und die Reime haben wir gemeinsam erarbeitet.“

Nur aus einer Winzerfamilie zu kommen bedeutet noch lange nicht, dass man das kann, was die Vorfahren vorgemacht haben. Aber Christoph kann das mindestens genau so gut: er wurde gerade zum „Jungwinzer des Jahres 2018“ ausgezeichnet. Das hat weniger mit seinem Aussehen zu tun, sondern mit Wissen: „Es ist ein dreistufiger Prozess: neben der Qualität der Weine und dem Fachwissen, das in einem schriftlichen Test geprüft wird, zählt besonders die Endrunde. Hier muss man sich vor einer Fachjury präsentieren. Dabei zählen dann besonders das Weinwissen, die persönliche Philosophie beim Weinmachen und die Innovationsfähigkeit in Form von neuartigen Vermarktungsansätzen. Ganz zum Schluss bekommt man einen Rotwein und einen Weißwein hingestellt, den man beschreiben und beurteilen muss und am Ende mit Rebsorte, Jahrgang und Herkunft einordnen soll. Also im Endeffekt eine Wahl zur Weinkönigin nur für Männer??.“

Vielleicht gibt es ja bald einen Kalender mit den knackigsten Winzerburschen…. Aber wie schon erwähnt geht es hier ums Wissen. Die Frage, die viele immer wieder stellen: Was macht eigentlich einen guten Wein aus? Darauf hat Christoph folgende Antwort parat: „Für mich muss ein Wein nach dem ersten Schluck gleich Bock machen auf den nächsten. Man darf das Glas kaum wieder abstellen wollen. Man nennt das Trinkfluss und der ist übrigens völlig unabhängig vom Preis. Dann macht Wein Spaß und darum geht es ja am Ende schließlich.“ So simpel ist die Antwort auf diese Frage. Zu guter letzt aber die wichtigste Frage: Wird man mit der Zeit trinkfester? „Klar: Practice makes perfect! Aber ich denke eher, dass man mit steigender Trinkerfahrung sich selbst besser einschätzt und dann einfach cleverer trinkt.“ Was ein Clevere der Christoph doch ist.

Und noch seine Tipps zum Ausgeben in Stuttgart:
Cape Collins | CLAUS – Eis&Deli | Gasthaus Bären

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